Archiv 2014

P-Weg Marathon | Nachtrag

am .

...am Tag nach der DM XCO Hobby...

Nach einen langen Abend und einer extrem kurzen Nacht stand am Sonntag dann für mich der P-Weg an. Scheinbar muss ich das mit dem Überreden noch ein wenig besser lernen, jedenfalls musste ich am Sonntagmorgen um fünf Uhr alleine von Bad Salzdetfurth in Richtung Plettenberg fahren. Außer das ich noch völlig übermüdet war und aus unerklärlichen Gründen ziemlichen Muskelkater im Bauch hatte, fühlte ich mich heute soweit gut, die Beine schienen zu stimmen und die Motivation sowieso. Zum Frühstück gab es dann leckere trockene Brötchen vom Vortag, die Tanke war auf meinen frühen Besuch wohl leider noch nicht optimal vorbereitet. Glücklicherweise hatte ich ja gute drei Stunden Zeit um die Brötchen zusammen mit Wasser irgendwie runter zu würgen.
Vor Ort durfte ich dann erst einmal eine Vielzahl von Gratulation entgegennehmen, der Sieg scheint sich schnell rum gesprochen zu haben. Danach war noch Zeit genug für ein zweites Frühstück. Nachdem ich mein Bike fertig hatte und ich in Richtung Startblock fuhr, hatte der Veranstalter jedoch noch eine gemeine Überraschung für mich, meine Startnummer gab mir das Privileg aus dem allerletzten Startblock starten zu dürfen, bei deutlich über 800 Fahrern ist es natürlich unmöglich von dort aus jemals wieder nach vorne zu kommen. Nach dem ich mich zwei mal im Startbüro beschweren war, habe ich dann doch noch einen der begehrten Aufkleber bekommen, der mich dann sogar gleich in die Erste Startreihe in den VIP-Block beförderte.
Gleich nach dem Start ging es dann einen langen Asphaltberg hoch, schnell merkte ich, dass die Beine doch nicht annähernd so gut waren, wie vorher gedacht, so dass ich oben angekommen bereits den Anschluss an die ersten Beiden verloren hatte. Bergab lief es dann eher noch schlechter, es fehlte die Konzentration um die Berge in gewohnter Geschwindigkeit runter zu fahren, so dass ich auch den Dritten noch fahren lassen musste. Und als hätte das nicht schon gereicht, kamen dann nach ca. 20 Kilometern auf einen langen Flachstück auch noch starke Schmerzen vor allem in der Hüfte aber auch in der Brust dazu, wodurch ich kurz davor war, zum ersten mal ein Rennen vorzeitig aufzugeben, hätte mich mein Hintermann schon dort auf meine Mega-Acht im Hinterrad aufmerksam gemacht und nicht erst im Ziel, ich glaube ich hätte es als Grund zum aufhören gerne angenommen. Nachdem ich auf der Geraden extrem Kämpfen musste um im Windschatten dran zu bleiben, waren pünktlich zur Einfahrt in den letzten langen Anstieg die Schmerzen in der Hüfte wieder so einigermaßen erträglich. Das änderte zwar nichts an den schlechten Beinen, aber ließ mich wenigstens noch einmal wieder zurück ins Renntempo finden. Die Anfeuerungen der Zuschauer riefen mir dann auch noch einmal in Erinnerung, dass ich eigentlich hier einen Sieg holen wollte, auch wenn mir klar war, dass es dazu nicht mehr kommen würde trat ich noch einmal so heftig wie eben möglich diesen letzten langen Berg hoch, dabei konnte ich mich von der größeren Gruppe deutlich lösen und kam auch bis zur Spitze den dritten Platz noch wieder ziemlich nahe. In den letzten schönen Downhill waren meine Bergabfahr-Künste leider aber nicht wieder besser geworden, so dass ich den dritten schnell wieder aus den Augen verlor. Eben noch durch die Plettenberger City und dann war es endlich geschafft. Platz vier Gesamt und Platz drei in der Altersklasse nach 1:48h und zwei Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger war nicht das, was ich mir für dieses Rennen gewünscht hatte, aber nach dem Rennen am Vortag konnte ich damit dann doch noch sehr gut leben. Vielleicht wird es ja im nächsten Jahr etwas mit dem Gesamtsieg.
Ich freue mich schon drauf und komme hoffentlich in stärkerer Verfassung als in diesem Jahr wieder.

Viele Grüße
Felix